Bei Geräten mit festen Grenzwerten für interne Verlustleistung und Umgebungstemperatur, wie bei den meisten Spannungswandlern und ICs, hängt die Gehäusetemperatur vom inneren Wärmewiderstand und der Effizienz der Wärmeübertragung an die Umgebung ab. Der innere Wärmewiderstand beschreibt, wie effizient Wärme von der Quelle zur Oberfläche des Bauelements übertragen wird.
Beim Wärmemanagement wird jedoch meist an die Effizienz der Wärmeübertragung eines Bauelements an die Umgebung gedacht, also an Konvektion, Wärmeleitung und Strahlung. Typische Methoden sind passive Wärmetauscher, Lüfter, Flüssigkeitskühlsysteme und Kühlkörper.
Um eine akzeptable Gehäusetemperatur aufrechtzuerhalten, sollten sowohl der innere Wärmewiderstand des Bauelements als auch die Wärmeübertragung zur Umgebung optimiert werden. Ein thermisch ideales Bauelement hätte keinen Wärmewiderstand und eine unendliche Wärmeabgabe an die Umgebung. Da Bauelemente aus realen Materialien mit jeweils spezifischen Eigenschaften des Wärmewiderstands bestehen und keine perfekte Wärmeübertragung möglich ist, müssen Entwickler die thermische Leistung aller relevanten Komponenten bereits in frühen Designphasen gezielt optimieren.