Über uns

RECOM. We Power Your Products!

RECOM fertigt ein komplettes Sortiment an Standard- und kundenspezifischen DC/DC- und AC/DC-Wandlern über alle Leistungsklassen hinweg – von unter 1W bis hin zu mehreren 10kW – ergänzt durch Schaltregler und LED-Treiber in einer großen Auswahl an Bauformen.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im österreichischen Gmunden und umfasst ein hochmodernes Logistik-, Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie einen eigenen Labortrakt, gestützt durch ein starkes weltweites Vertriebsnetz.

Der Name RECOM steht heute als Synonym für höchste Qualität, Integrität, Innovation und exzellenten Kundenservice.
We power your products!

RECOM: Der One-Stop Shop für Stromversorgungslösungen

Moderne elektronische Geräte erfordern eine sorgfältig konzipierte Stromversorgungsarchitektur, um Kosten, Effizienz und Baugröße zu optimieren. Typischerweise kommen innerhalb eines Systems eine oder mehrere AC/DC-Stromversorgungen zum Einsatz, gefolgt von isolierten DC/DC-Buswandlern und nachgeschalteten Schaltreglern, die als Point-of-Load-Wandler (PoL) agieren. Zudem werden häufig isolierte DC/DC-Wandler eingesetzt, um Hilfsspannungsversorgungsschienen mit unterschiedlichen Polaritäten und Kombinationen bereitzustellen – etwa zur Speisung isolierter Kommunikations- oder Sensorschnittstellen.

Die Beschaffung all dieser unterschiedlichen Wandler von verschiedenen Herstellern birgt ein klares Risiko, da die Kompatibilität der Komponenten nicht garantiert werden kann. Kommt es zu Fehlfunktionen im Gesamtsystem, schieben sich die Zulieferer gegenseitig die Verantwortung zu.

Ein typisches Beispiel hierfür ist ein fehlgeschlagener EMV-Test: Während einzelne Komponenten auf dem Papier unter Laborbedingungen die Normen erfüllen, können sie im Zusammenspiel mit anderen Wandlern unter Realbedingungen die gesetzlichen Grenzwerte für leitungsgebundene oder abgestrahlte Störemissionen überschreiten. Weitere Kompatibilitätsprobleme entstehen durch Regelkreisinstabilitäten, wenn ein Schaltwandler einen anderen speist. Auch abweichende Messmethoden in den Datenblättern – etwa beim Temperaturanstieg oder der genauen Definition und Messstelle der Umgebungstemperatur – führen häufig zu Verwirrung.

Die Lösung für diese Herausforderungen: Setzen Sie bei Ihrer Power-Conversion auf RECOM. Wir unterstützen Sie ganzheitlich – vom ersten Systementwurf und der Produktauswahl über das Debugging bis hin zur EMV-Qualifizierung Ihres Endprodukts.

Über 35.000 Standard- und kundenspezifische Power-Lösungen verfügbar

Umstieg auf verteilte Stromversorgungsarchitekturen (DPA)

Eine einzige Systemstromversorgung, die alle im Produkt benötigten Spannungen zentral erzeugt, gilt heute als überholtes Konzept. Der Grund dafür sind immer strengere Spezifikationen für kritische Versorgungsleitungen sowie der Druck, die Effizienz zu maximieren und gleichzeitig Kosten und Baugröße zu minimieren. Dieser Wandel führt Systementwickler zunehmend zum Konzept der verteilten Stromversorgungsarchitektur (Distributed Power Architecture, DPA). Hierbei erzeugt typischerweise ein optimierter AC/DC-Wandler mit integrierter Leistungsfaktorkorrektur (PFC) eine gemeinsame Zwischenkreisspannung – etwa 12V, 48V oder in Rechenzentren sogar 400V. Das ermöglicht die Leistungsverteilung bei niedrigeren Strömen und reduziert somit die ohmschen Verluste drastisch.

Nachgeschaltete DC/DC-Wandler reduzieren die Spannung auf eine untergeordnete Busspannung. Direkt an den Verbrauchern sorgen schließlich Point-of-Load-Wandler (PoL) für Hochstromschienen mit optimaler statischer und dynamischer Regelung. Der DPA-Ansatz maximiert den Wirkungsgrad, verteilt die Wärmelast gleichmäßig und bietet eine hervorragende Flexibilität: Das System lässt sich mühelos aufrüsten, umkonfigurieren oder in verschiedene Teilbereiche galvanisch trennen. Da passgenaue Standardmodule eingesetzt werden können, die exakt Ihren Spezifikationen entsprechen, sinken zudem oft die Gesamtkosten.

Die verdeckten Risiken der Multi-Vendor-Integration

Probleme können jedoch entstehen, wenn Systemmodule von verschiedenen Herstellern bezogen werden – selbst wenn es sich um renommierte Anbieter handelt. Produkte werden in ihren Datenblättern unter spezifischen Bedingungen spezifiziert, die sich von Hersteller zu Hersteller oft deutlich unterscheiden. Die Temperatur-Spezifikation ist hierfür ein Paradebeispiel: Ein Teil der Komponenten wird über die maximale Hot-Spot-Temperatur am Gehäuse definiert, während andere die Umgebungstemperatur begrenzen, die in einem beliebigen Abstand zum Wandler gemessen wird. Auch die Ausrichtung der Wandler bei der Derating-Messung variiert – einige Hersteller messen auf einer horizontalen Leiterplatte (PCB), andere in vertikaler Position.

Ebenso kann das EMV-Verhalten kritisch werden, da Zulieferer bei der Messung von leitungsgebundenen und abgestrahlten Störemissionen von definierten externen Bedingungen – wie der Netzimpedanz – ausgehen müssen. Zudem können Wandler über gekoppelte Störungen entlang der Leitungen sowie magnetisch miteinander interagieren, was stark von der physischen Anordnung der Produkte abhängt. Auf der Platine integrierte Filter, die dafür sorgen, dass eine einzelne Komponente die EMI-Vorgaben auf dem Papier erfüllt, können in Kombination mit den Filtern anderer Produkte die EMI-Werte im Gesamtsystem verschlechtern. Ursache hierfür sind häufig unbeabsichtigte Resonanzen und daraus resultierende Spannungsspitzen (peaking).

Eine besonders tückische Wechselwirkung entsteht, wenn ein geregelter Schaltwandler direkt vom Ausgang eines anderen gespeist wird: Bei konstantem Wirkungsgrad und gleichbleibender Last ist die Eingangsleistung eines geregelten Schaltwandlers konstant. Steigt nun die Eingangsspannung, sinkt der Strom – der Wandler verhält sich wie ein negativer Widerstand.

Ein vorgeschalteter geregelter Wandler ist primär für typische positive ohmsche sowie kapazitive Lasten ausgelegt und kann bei einer negativen Widerstandslast schnell instabil werden. In ähnlicher Weise führt ein positiver Spannungstransient des vorgeschalteten Wandlers zu einem sinkenden Strom im nachgeschalteten Wandler. Das kann den Regelkreis des ersten Wandlers dazu veranlassen, die Spannung noch weiter nach oben zu regeln. So verstärkt sich der ursprüngliche Effekt kaskadenartig – bis hin zu potenziell destruktiven Spannungspegeln.

Vermeidung von Systeminstabilitäten durch eine einzige verlässliche Quelle

Komponenten, die auf diese Weise miteinander wechselwirken, sind nicht zwangsläufig defekt. Dennoch zögern einzelne Lieferanten oft, Support zu leisten, sobald Produkte anderer Hersteller im Spiel sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Komponenten von einer einzigen verlässlichen Quelle zu beziehen, die die Verantwortung dafür übernimmt, dass alle gelieferten Teile reibungslos zusammenarbeiten.

Auch wenn sich Kompatibilitätsprobleme bei jeder erdenklichen Kombination nie zu 100% ausschließen lassen, bietet ein Komplettanbieter wie RECOM die nötigen Ressourcen: Wir unterstützen Sie bereits bei der anfänglichen Systemspezifikation, der Auswahl passender Module sowie bei der schnellen Fehlersuche und -behebung. So führt RECOM beispielsweise ein abgestimmtes Sortiment an Filterkomponenten, die speziell zusammen mit unseren Power-Conversion-Produkten evaluiert wurden. Diese lassen sich auf Evaluierungsboards kombinieren, um die EMV-Leistung des Gesamtsystems direkt zu überprüfen. Darüber hinaus stehen unseren Kunden eigene EMV-Testlabore zur Verfügung, um Systemprobleme gezielt zu beheben und zuverlässige Pre-Compliance-Tests durchzuführen.