RACPRO1-4SP e-Fuse-Serie: Intelligente Fehlerstrategie

Michael (Produktmanager für AC/DC-Standardnetzteile) und Mos (Field Application Engineer) demonstrieren, wie die e-Fuse Kanäle bei Fehlern schützt, automatische Wiederherstellung und intelligentes Lastmanagement ermöglicht, sich im Vergleich zu Wettbewerbern vorteilhaft verhält und eine flexible, werkzeuglose Systemerweiterung unterstützt.
Intelligente e-Fuse-Lösung in Kombination mit einem RACPRO AC/DC-Netzteil

Video-Transkript

Michael: Mein Name ist Michael Schrutka, Produktmanager für AC/DC-Standardnetzteile bei RECOM, und ich bin hier mit meinem Kollegen aus dem Field Application Engineering, Mos, der uns heute das Verhalten und die Leistung unserer e-Fuse zeigen wird. Kannst du kurz erklären, was wir hier sehen?

Mos: In diesem Aufbau haben wir Komponenten wie unseren RACPRO AC/DC-Wandler. Dieser ist mit unserem neuesten e-Fuse-Modell verbunden.

Michael: Also Mos, betrachten wir die Situation, warum wir normalerweise e-Fuses auswählen. Das Netzteil läuft einwandfrei, aber eine der Lasten beziehungsweise einer der Kanäle gerät in eine Überlast oder sogar in einen Kurzschluss.

Mos: In diesem Fall sieht man sofort, dass dieser Kanal in den Schutzmodus wechselt. Kanal 1 wurde isoliert, während die übrigen intakt bleiben. Selbst am Oszilloskop können wir sehen, dass Kanal 1 auf null ist. Die anderen Kanäle liegen weiterhin bei 24V.

Michael: Was passiert, wenn der Kurzschluss wieder verschwindet?

Mos: Dann erfolgt eine automatische Wiederherstellung. Zum Beispiel haben wir hier verschiedene Modi. Momentan befindet sich das System im Recovery-Hiccup-Modus. Wenn wir die Last wieder anschließen, arbeitet sie wieder normal.

Michael: Und das gesamte System läuft wieder reibungslos.

Mos: Ja. Bei Wettbewerbsprodukten hingegen hat diese Kurzschlusssituation alle anderen Kanäle beeinflusst. Sie hat sich über sämtliche Ausgänge ausgebreitet.

Michael: Mos, kannst du uns die Situation zeigen, wenn das Netzteil nicht richtig ausgewählt wurde? Angenommen, das Netzteil ist unterdimensioniert und einer der Kanäle erhält eine zusätzliche Belastung. Dadurch würde das Netzteil in die Überlast gehen.

Mos: Ja, sicher. Kanal 1 und 2 sind vollständig belastet und Kanal 3 halb belastet. Nach einer gewissen Zeit – hier sind es 5 Sekunden, weil dieses Gerät über Push Power verfügt – sieht man, dass Kanal 4 isoliert wurde, da Kanal 4 in unserer Architektur die niedrigste Priorität hat. In unserer Architektur haben wir sozusagen eine Prioritätenliste auf der Backplane. Kanal 4 hat eine geringere Priorität als Kanal 3 und so weiter.

Michael: Okay, und was passiert, wenn die Last wieder auf 5 A beziehungsweise auf die Standardlast zurückgeht?

Mos: Ja, guter Punkt. Wenn wir sie jetzt wieder zurücksetzen, stellt sich das System selbstständig wieder her.

Michael: Kannst du uns zeigen, wie sich Wettbewerbsprodukte verhalten, wenn das Netzteil überlastet ist? Also wenn die Lasten zusammen zu viel Strom ziehen.

Mos: Wir sehen hier ein komplett anderes Verhalten. Man sieht, dass es kein sequentielles Abschalten der Ausgänge gibt. Es gibt keine Priorisierung und keine intelligente Leistungsabschaltung der Ausgänge. Es erfolgt vollkommen zufällig. Das ist komplett zufällig.

Michael: Schauen wir uns die Situation beim Systemstart an. Typisches Verhalten, wenn sich das gesamte System im Ruhe- oder Schlafmodus befindet und anschließend hochgefahren werden muss, insbesondere wenn einer der Kanäle eine hohe kapazitive Last aufweist. Wie reagiert das System darauf?

Mos: Ja. Für diesen Aufbau haben wir eine große kapazitive Last von 33mF mit Kanal 1 verbunden. Jetzt aktivieren wir sie. Sie ist vollständig geladen. Nun sehen wir, wie das System mit dieser enormen kapazitiven Last umgeht. Man sieht einen sehr sanften Hochlauf und einen vollständigen Konstantstrombetrieb, wodurch die Last vollständig geladen wird. Außerdem sehen wir, dass die anderen Ausgänge praktisch unbeeinflusst bleiben.

Michael: Wie verhalten sich Wettbewerbsprodukte beim Start mit einer hohen kapazitiven Last? Und wie sieht es bei größeren Systemen aus? Ich sehe hier eine e-Fuse mit vier Kanälen. Wenn ein System sechs oder acht Kanäle oder sogar mehr benötigt – wie könnte ich ein solches System aufbauen?

Mos: Dabei müssen wir berücksichtigen, dass das Netzteil entsprechend dimensioniert werden muss und dass Kabel mit geeignetem Querschnitt verwendet werden müssen. Da wir hier eine Federklemme ohne Werkzeug verwenden, können wir die Leitung einfach einstecken. So hier, und hier.

Michael: Direkt an die e-Fuse, ohne zusätzliche Klemmblöcke oder ähnliches?

Mos: Genau. Keine Klemmblöcke, keine Verbindungsstellen, nichts. Ganz einfach.

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  Serie
1 RECOM | RACPRO1-4SP Series | AC/DC, DIN-Rail, 4 Channels Output
Fokus
  • Push-in connectors for tool-less wiring
  • Start-Up delay adjustable by switch
  • NEC Class 2 limit switchable (for 5A module)
  • Adjustable power limit & load indication by LED